Forschungsprojekte

Aktuelle Forschungsprojekte zum Thema Long- bzw. Post-COVID

WATCHAVENIRJenUpLongCOCidPost-COVID BRAINRegioVentPost-COVID-19


JenUP

  Jenaer Untersuchung zum populationsbasierten Auftreten von Post-COVID Beschwerden

Die JenUP-Studie ist eine geschlossene Kohortenstudie zum Auftreten von PostCOVID Symptomen in der Region Jena.

Hierfür werden über 4600 COVID-Genesene, deren akute Infektion in den ersten 3 Wellen der Pandemie (zwischen März 2020 und September 2021) durch das Gesundheitsamt Jena erfasst wurde, persönlich angeschrieben und eingeladen sich anonym zu beteiligen.

Bisherige Studien zeigen in Abhängigkeit der untersuchten Gruppe große Schwankungen in der Häufigkeit von Post-COVID Beschwerden (2,3%-91%). Ziel ist es die absolute Häufigkeit von Post-COVID Symptomen bei allen Genesenen einer Region zu ermitteln.

Die Studie ist Fragebogenbasiert und beinhaltet neben Angaben zur Person und zum Verlauf der akuten COVID Infektion vor allem Fragen zum aktuellen Wohlbefinden.

Welche Faktoren beeinflussen das Auftreten oder schützen sogar vor dem Auftreten von Post-COVID Symptomen? Diese und weitere Fragen zur gesellschaftlichen Relevanz versuchen wir mit der Studie zu beantworten.

Pressemitteilung

Wissenschaftliche Leitung: 

PD Dr. med. habil. Philipp Reuken
Klinik für Innere Medizin IV,
CSCC Mitglied
Dr. Benjamin Giszas
Klinik für Innere Medizin IV
Prof. Dr. Andreas Stallmach
Zentrumsleitung CSCC,
Klinik für Innere Medizin IV, Universitätsklinikum Jena


Post-COVID BRAIN

Post-COVID Brain

Im Rahmen des entstehenden Deutschen Zentrums für Psychische Gesundheit beschäftigt sich eine interdisziplinäre Forschergruppen mit neurobiologischen Grundlagen von Post-COVID Symptomen. Das Post-COVID-Brain-Projekt ist eine Kollaboration der Abteilungen Psychiatrie, Infektiologie und Neurologie des UKJ. Im Mittelpunkt steht eine Kernspinuntersuchung des Gehirns. Die MRT-Messung ermöglicht eine detaillierte Aufnahme der Hirnstruktur und die Darstellung der Hirnfunktion ohne Röntgenstrahlen. Die Bildgebung wird ergänzt von einer neuropsychiatrischen Diagnostik, einer Blutentnahme und der Bearbeitung verschiedener Fragebögen.

Studienleitung:

PD Dr. Bianca Besteher
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie  
Bianca.Besteher@med.uni-jena.de 

PD Dr. med. habil. Philipp Reuken
Klinik für Innere Medizin IV
PHILIPP.REUKEN@med.uni-jena.de

Veröffentlichungen:

Besteher B, Machnik M, Troll M, et al. Larger gray matter volumes in neuropsychiatric long-COVID syndrome. Psychiatry Research, 2022. DOI: 10.1016/j.psychres.2022.114836



LongCOCid

Long Covid-19 bei Kindern

Zu Long-COVID-Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen fehlen momentan genaue Daten zum Krankheitsverlauf, diagnostische und therapeutische Leitlinien oder spezielle Rehabilitationsprogramme. Hier setzt das BMBF-geförderte Verbundprojekt LongCOCid an, welches in Jena koordiniert wird. 

In Kooperation mit der TU Ilmenau und der Universität Magdeburg soll ein umfassendes Bild der Erkrankung erstellt und katalogisiert werden. Dafür werden Ultraschalluntersuchungen von Herz und Lunge, die Lungenfunktion, Entzündungsmarker im Blut sowie Gefäßfunktionsanalysen am Augenhintergrund erfasst und die dringend benötigte wissenschaftliche Aufarbeitung der Versorgungsdaten aus der Ambulanz umgesetzt.

Zudem arbeitet das Projektteam mit niedergelassenen Kinderärztinnen und -ärzten zusammen, um die Krankheitslast von Kindern nach einer SARS-CoV-2-Infektion zu erfassen und mit der von Kindern, die an einer anderen Infektion erkrankt waren, zu verglichen.

Ziel ist es, spezielle Behandlungen für Kinder und Jugendliche sowie deren Rehabilitation zu etablieren.

Koordination

Dr. med. Daniel Vilser
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin,
Leitender Oberarzt,
Kardiologie
Daniel.Vilser@med.uni-jena.de
Telefon: 03641 - 9 329 540
Fax: 03641 - 9 329 542


RegioVentPost-COVID-19

RegioVentPost-COVID-19

Das gemeinsames Forschungsprojekt der zentralen Notaufnahme und der Klinik für Innere Medizin IV beschäftigt sich mit einem Verfahren, dass die diagnostischen Möglichkeiten von Atembeschwerden bei POST-COVID Erkrankten verbessern soll: Die Elektoimpendanztomographie, kurz EIT, ist eine Messmethode, mit der die Belüftung der Lunge und die Verteilung des Atemflusses bildlich dargestellt werden kann. Die EIT wird bereits seit 30 Jahren auf Intensivstationen bei beatmeten Patienten und Patientinnen eingesetzt und soll nun helfen, die Diagnostik von POST-COVID zu verbessern.

Kontakt:
Yvonne Gremme
Tel: 03641/9322084 | yvonne.gremme@med.uni-jena.de


RegioVentPost-COVID-19
Studienleiter:
Dr. med. Jan-Christoph Lewejohann | Klinik für Notfallmedizin
PD Dr. med. Philipp A. Reuken | Klinik für Innere Medizin IV
Universitätsklinikum Jena



AVENIR

AVENIR- Verbesserung der Versorgung von Sepsispatienten: Analyse von Versorgungspfaden, -erfahrungen und -bedarfen von Patienten mit und nach Sepsiserkrankung

Sepsis ist die Haupttodesursache von Infektionserkrankungen und mit etwa 20% aller weltweiten Todesfälle assoziiert. Jeder dritte Sepsisüberlebende leidet unter kognitiven, psychischen oder physischen Folgeerkrankungen, für die es bisher an spezifischen Behandlungs- und Nachsorgekonzepten fehlt. Das AVENIR Projekt hat das Ziel, durch eine umfassende Erforschung von Versorgungspfaden und -erfahrungen von Sepsispatienten die Versorgung und das kurz- und langfristige Outcome dieser Patienten zu verbessern. Im Rahmen des Projektes werden Routinedaten von rund 500.000 AOK Versicherten mit Sepsis untersucht. Analysiert werden hier auch Versorgungspfade von Covid-19 Patienten mit Sepsis, um abzugrenzen, welche spezifischen Folgen nach Covid-19 im Vergleich zu anderen (bakteriellen) Sepsisursachen auftreten und inwieweit dies einen Einfluss auf die Langzeitoutcomes und -versorgung dieser Patienten hat. Zudem erfolgt eine qualitative Erhebung mittels leitfadengestützter Interviews zur Versorgung vor, während und nach Sepsis, in der die Perspektive von Patienten und Angehörigen sowie Behandlern von Sepsispatienten beleuchtet wird. 

Projektleitung:

Dr. Carolin Fleischmann
Zentrum für Infektionsmedizin und Krankenhaushygiene  
Carolin.Fleischmann-Struzek@med.uni-jena.de

Weitere Informationen zum Projekt



WATCH

WATCH-Mobile WohnortnAhe Versorgung zur Steuerung der sektorübergreifenden Therapie bei Post-COVID-19 in THüringen Projektbeschreibung: 

Bis Januar 2023 wurden in Deutschland bei ca. 37,6 Millionen Menschen SARS-CoV-2-Infektionen festgestellt. Treten später als zwölf Wochen nach der Infektion Beschwerden (wieder) auf und können nicht anderweitig begründet werden, wird dies als Post-COVID-Syndrom bezeichnet. Die Betroffenen leiden nicht nur unter den Krankheitssymptomen, sondern zunehmend auch unter Beeinträchtigungen ihres Sozial- und Arbeitslebens. Für eine optimale Behandlung ist die Zusammenarbeit verschiedener medizinischer Fachdisziplinen notwendig, was aber besonders in ländlichen, strukturschwachen Regionen nur schwer zu leisten ist.

Genau hier setzt das Projekt WATCH an. Mit einer mobilen Post-COVID Ambulanz (PoCO-Bus) soll eine wohnortnahe Untersuchung der Betroffenen mit einer umfassenden telemedizinischen Betreuung kombiniert werden. Betreut durch ein interdisziplinäres Team absolvieren die Betroffenen insgesamt zwölf Wochen lang Trainingseinheiten zur Konzentration und Aufmerksamkeit (Modul BRAIN), gestufte Rehabilitations-Sportprogramme (Modul BODY) und verhaltenstherapeutische Therapieangebote (Modul SOUL).

Flankiert wird die Studie durch qualitative und quantitative Befragungen zur Evaluation des Nutzungsverhaltens und der Nutzerfreundlichkeit der Intervention aus Sicht der teilnehmenden Patientinnen und Patienten und gesundheitsökonomische Analysen. 

Im Erfolgsfall wird die Versorgung in ländlichen Regionen so optimiert, dass für die Betroffenen eine bessere körperliche und (neuro-)psychologische Gesundheit und damit mehr Teilhabe am Sozial- und Arbeitsleben erreicht werden kann. 

Projektleitung: 

Prof. Dr. Andreas Stallmach,
Klinik für Innere Medizin IV, Universitätsklinikum Jena

andreas.stallmach@med.uni-jena.de



Forschungsprojekte und Publikationen



Publikationen

Publikationen
202320222021


Aktuell geplante Vorträge und Weiterbildungen
Bisherige Weiterbildungen und Vorträge

Die Mitglieder des post-COVID-Zentrums engagieren sich in der Wissenvermittlung zu aktuellen Theman rund um das Post-COVID-Syndrom, tauschen sich regelmäßig mit Fachkolleg*innen und sind an verschiedenen Expertengruppen beteiligt.

Eine aktuelle Aufstellung der vergangenen Aktivitäten find Sie hier

 

Weiterbildungen und Vorträge durch Mitglieder des Post-COVID-Zentrums



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